Die Provinziellen

Notizen aus der Provinz

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Wie wird das gerechnet ?

MW • • (Kommentare: 0)


Die Wahl ist vorbei und ich frage mich, was sich jetzt verändert hat, oder was sich verändern wird.

Da war doch die Reform und Fusion der Krankenkassen.

Endlich ist der Funktionärsspeck der Sozialversicherungen angegangen worden, habe ich gehört. Da bleibt so viel Geld in den Strukturen hängen.
Die Ankündigung, dass 1 Milliarde Euro eingespart werden kann, wenn die Zusammenlegung der Krankenkassen endlich vollzogen wird, war schon sehr beeindruckend. Im Lauf der Diskussion wurde diese Summe auf drei Jahre aufgeteilt, dann werden pro Jahr 333.333 Millionen Euro eingespart werden - klingt immer noch gut.

Aktuell hat das Sozialministerium mitgeteilt, dass die Zusammenlegung der Krankenkassen erst einmal ungefähr 400 Millionen EUR kosten wird.
Es werden also 400 Millionen EUR investiert, um dann in den Jahren 2020 bis 2022 1 Milliarde EUR einzusparen zu können. Es wird 1 Milliarde EUR eingespart, von der dann die 400 Millionen Startinvestitioon abgezogen werden.

Oder werden diese 400 Millionen Startkosten, zusätzlich eingespart  ?  Dann werden in den Jahren 2020 bis 2022 1,4 Milliarden Euro eingespart, also werden pro Jahr 466 Millionen Euro im Sozialversicherungssystem frei.

Oder gibt es einen extra Budgetposten Startinvestition, der sich von selbst amortisiert ?

Wie wird das gerechnet ?
Es ist doch wichtig zu wissen, ob in den Jahren 2020 bis 2022 1,4 Milliarden, 1 Milliarde oder 600 Millionen Euro in 3 Jahren, also 466, 333 oder 200 Millionen pro Jahr eingespart werden.

Darüber wurde schon lange nicht mehr informiert. Ist ja auch nicht mehr so wichtig, denn die Wahl ist ja geschlagen. Die Minister haben sich geändert: Das weiß jetzt keiner mehr so genau, wer was wann wie gerechnet hat.

Doch eine Sache beschäftigt mich, seit dem ich diese 1 Milliarde Euro Einsparungspotential bei den Sozialversicherungen gehört habe.
Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse bilanzierte bisher eher positiv, während die Wiener Gebietskrankenkasse eher negativ bilanziert hat. In Wien werden eher höhere Honorare im Gesundheitssektor bezahlt, als in Oberösterreich.
Es wurde immer betont, dass die Patientenleistungen nicht gekürzt werden; - auch wenn diese sich von Bundesland zu Bundesland und von Sozialversicherung zu Sozialversicherung zT unterscheiden.

Im Zuge der Zusammenlegung und der geplanten Einsparung werden dann die Honorare nach unten angepasst, und die Patientenleistungen werden entsprechend nach oben angepaßt ? Ist das so möglich ?

Wie wird das gerechnet ?
Wahrscheinlich verstehe ich das alles nicht. Ich rechne es wohl zu kleinlich oder zu eng, wie das in der Provinz oft so ist. Hohe Politik ist etwas Anderes.

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