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Wer nicht hören will

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Wer nicht hören will

 

»Wenn wir die Kinder fallen lassen, landen sie wieder an der Waffe«
So schreibt ein Journalist über ehemalige Kindersoldaten in Nairobi.

Doch was passiert mit den Kindern, Jugendlichen und mit den Erwachsenen in unterschiedlichen Krisen und den betroffenen Familien, die sich durch die aktuelle Politik der 1.,2., und der möglichen und prognostizierten 3. Welle  der Corona-Viren mit all ihren Mutationen, der Leistungsfähigkeit der Intensivstationen in den Krankenhäusern und der Rettung der Wirtschaft unterordnen müssen?

Die Erwachsenen koppeln ihre psychosozialen Dienstleistungen an Masken und soziale Distanz – wer da nicht folgt, verliert das Angebot. Wem dient eine solche Haltung - den Kindern, den Jugendlichen oder den Familien?
Sie dient ausschließlich den Anbietern; sie sind dann brav und gefährden so nicht ihre Subventionen und die MitarbeiterInnen gefährden nicht ihren Arbeitsplatz.

Kinder mit Angstzuständen brauchen kein Gesicht, da reichen die Augen und die weiße Maske.
Über Verlust und Gewalt traumatisierte Kinder brauchen kein Gesicht, da reichen die Augen und die weiße Maske.
Bei Menschen mit Bindungsstörungen reicht doch, dass sie hören können, wozu brauchen sie noch das Gesicht?
Vertrauen, der wichtigste Baustein für psychische Stabilität, entwickelt sich über die Augen – das ist besonders gut bei Babys zu sehen, die sich völlig über die Augen orientieren.

Also – worum geht es? - um die Kinder, die Jugendlichen und um deren Familien ? – oder geht es doch um die Krankenhäuser, um die Technik …

Merkt die Politik nicht, dass der Abstand zwischen den Maßnahmen und den immer gleichen Worten auf der einen Seite und den Menschen auf der anderen Seite immer größer wird? Immer mehr Menschen verhalten sich nicht Maßnahmen konform – ist das dann civil-Courage?

Zukunft
Georg Danzer 1982
will ich hören, während ich lese

schau doch wo die zukunft liegt
wo jetzt unsre zukunft liegt
sie liegt auf der straße

schau doch, wo die kinder sind
wo jetzt eure kinder sind
sie sind auf der straße

sagen: es hat keinen sinn,
daß du wem vertraust!
die woll'n dir die finger brechen
drum mach eine faust!

ihr habt nie auf sie gehört
und sie warn allein
ihr habt sie gewalt gelehrt
jetzt fliegt der erste stein

wer nicht hör'n will
der muß fühl'n!

Schau doch, wo die freiheit liegt
wo jetzt unsre freiheit liegt
sie liegt auf der straße
sag mir, wer die antwort gibt
wer euch jetzt die antwort gibt
die gibt euch die straße

ihr seid tot und eure zeit
habt ihr längst vertan
erst wenn ihr am ende seid
fängt das leben an
kinder, die nie liebe spür'n
werden kalt und hart
knder ohne zukunft führ'n
krieg mit der gegenwart
wer nicht hör'n will
der muß fühl'n

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