Die Provinziellen

Notizen aus der Provinz

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Ein Nachruf als Entscheidungshilfe

von JM • • (Kommentare: 0)

Bei diesem Nachruf könnten wir ins Staunen geraten:

  • er war kompetent und hatte ein fundiertes Wissen,
  • er hatte strategisches Denkvermögen und Gestaltungskraft,
  • er fühlte und wusste Bescheid um die Themen und Probleme der Menschen,
  • er log nicht,
  • er behandelte jeden Menschen auf Augenhöhe,
  • er war kein Lauter und er führte keine Neiddebatten - er achtete auf seine Sprache,
  • er war kein „Drüberfahrer“,
  • er hatte Lebenserfahrung,
  • er sagte mit respektvoller Wortwahl angstfrei seine Meinung und verstand auch die andere Seite gut - er war emphatisch,
  • er hatte ein moralisches Rückgrat,
  • er zeigte Rücksichtnahme, Respekt und Anstand,
  • er strebte das Erreichen friedvoller Visionen an.

 Es gibt kaum eine Berufsgruppe, in der nicht bestimmte Anforderungskriterien erfüllt sein müssen (Ausbildung, Studium, Berufserfahrung, persönliche Integrität, Auftreten, soziale Kompetenz, gepflegte Diskussionskultur…usw.).

In der Politik gibt es das alles nicht, bräuchte es aber dringend!

Der Nachruf als Entscheidungshilfe?

Was brauche ich, um gute und tatsächlich eigenständige, sinnvolle Entscheidungen treffen zu können: Informationen, zutreffend und gesichert, die also etwas aussagen und stimmen. Informationen, die ich auch verstehen kann. Da sind Qualitätsmedien mehr denn je gefragt, die eben solche Informationen so verständlich schreiben, und dies nicht nur den Zeitungen mit den höchsten Auflagen oder den Gratis-Blättern überlassen. Denn die versuchen ohnehin immer wieder die Herrschaft über die Hirne der österreichischen Menschen zu erlangen.

Und ich könnte durchaus vorhandene Wahlfreiheiten dazu nützen, sorgsam und gut überlegt selbst zu entscheiden und nicht der Sehnsucht nach einfachen Lösungen nachgeben, die mir täglich angeboten werden – oder nach jemandem, der die Entscheidungen trifft – der „führt“, damit ich die „richtigen“ Entscheidungen treffe. Ich möchte nicht, dass mich ein Staat, eine Regierung – oft mit Hilfe der Medien - so zu steuern versucht und mir somit die „richtigen“ Entscheidungen einzureden versucht!

Ich halt mich lieber an den Nachruf – und ich bin aufgerufen, selbst zu denken!

Ich nehme diesen Nachruf künftig als Entscheidungsgrundlage – besonders dann, wenn ich politische Mandatare wähle!

Denn auch wir machen die Gesellschaft – nicht immer nur die anderen, die mit ihrer fröhlichen Ahnungslosigkeit glauben, uns „führen“ zu können.

Nachwort zum Nachruf:

den Nachruf und den Politiker dazu gibt es tatsächlich (ein für mich ganz seltener Fall) - nicht auf höchster Ebene und er wurde eh „nur“ versetzt (warum auch immer!?).

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